Alfred Maier 50 Jahre in der FDP

Persönlichkeit und Wirken von Thomas Dehler bewegten ihn 1966 zum Eintritt bei den Freien Demokraten. Ende Februar haben wir Alfred Maier (Mitte) für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Thomas Hacker (r.), Präsident der Thomas-Dehler-Stiftung, und der FDP-Kreisvorsitzende Markus Lüling (l.) überreichten dem langjährigen Simmelsdorfer Gemeinderat eine Urkunde und die Theodor-Heuss-Medaille in Gold.

Der 80-jährige ehemalige Pharmaberater hat im politischen Wirken immer Wert gelegt auf seine Unabhängigkeit. „Ehrlich, volksnah und ungebrochen“, an diese schon früher genutzte Charakterisierung des Wirkens von Alfred Maier knüpfte Markus Lüling an. Er dankte dem streitbaren Liberalen, der aus Hüttenbach stammt, von 1978 bis 2002 Mitglied im Gemeinderat von Simmelsdorf, von 2007 bis 2008 Kreisrat im Nürnberger Land war und von politischen Wegbegleiter als „äußerst korrekt“ beschrieben wird.

Maier war in seinem langen politischen Wirken u.a. Vorsitzender des FDP-Ortsverbands Schnaittach, stellvertretender Kreisvorsitzender und Delegierter zu Landesparteitagen. Über die Kommunal- und Landespolitik hinaus hat er mehrfach politische Initiativen bis in die Bundesebene hinein angestoßen.

Thomas Hacker erinnerte an die Leistungen des fränkischen Liberalen Thomas Dehler (1897-1967), der in Lichtenfels geboren und nach dem Studium Rechtsanwalt in Bamberg wurde, mit einer jüdisch-stämmigen Frau verheiratet war und in der NS-Zeit vielen Mitbürgern jüdischen Glaubens als Rechtsbeistand diente. 1945 wurde er erster Landrat des Kreises Bamberg, kurz darauf Generalstaatsanwalt in Bamberg, später Präsident des dortigen OLG, 1946 in den Bayerischen Landtag gewählt und 1948 in die Parlamentarische Versammlung entsandt, wo er sich für die Abschaffung der Todesstrafe und für die Verankerung des Rechts auf Asyl im Grundgesetz einsetzte. Im ersten Kabinett Adenauer war er 1949 bis 1953 Bundesjustizminister, 1954 wählte ihn die FDP für drei Jahre zum Bundesvorsitzenden.


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